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Foto: Martin Steffen

Schauspielhaus Bochum

Quick Info

Das Schauspielhaus Bochum – das schönste Theater der Welt? Behaupten zumindest nicht nur Bochumer. Und es scheint auch nicht übertrieben: Der Bau von 1953 ragt mit seiner offenen Fensterfront wie ein Schiff in den Stadtraum, und die großen Säle bieten ein so nahes und intensives Theatererlebnis wie kaum irgendwo.

Neben zeitgenössischen Interpretationen großer und klassischer Stoffe zeigt das Schauspielhaus Bochum zahlreiche Uraufführungen und Stückentwicklungen. Seine Produktionen gastieren in anderen Theatern in Deutschland und Europa und werden zu internationalen Festivals eingeladen.

Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Johan Simons, der vorher drei Jahre lang die Ruhrtriennale leitete, neuer Intendant. Der Niederländer belebt die Tanz-Sparte neu und nimmt eine legendäre Spielstätte hinzu: Die Zeche Eins wurde in den 1990er-Jahren durch das Tanztheater Reinhild Hoffmanns berühmt. Unter Simons werden dort besondere genreübergreifende Produktionen ebenso gezeigt wie Schauspiel- oder Tanz-Aufführungen.

 

Mehr als hundertjährige Geschichte

Die Entstehungsgeschichte des Schauspielhaus Bochum begann schon 1908, als das Apollo-Theater, ein Varieté-Theater des Bauunternehmers Clemens Erlemann, am heutigen Standort an der Königsallee eröffnete. Als Gründungszeitpunkt des Schauspielhauses in seiner heutigen Ausrichtung gilt allerdings der Beginn der Intendanz von Saladin Schmitt im November 1918. Das Haus in seiner jetzigen Form entstand 1953 auf den Fundamenten des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Ursprungs-Baus. 2019 feiert das Schauspielhaus Bochum sein 100 jähriges Jubiläums.

Intendanten wie Peter Zadek oder Claus Peymann sorgten für einen legendären Ruf des Hauses im gesamten deutschsprachigen Raum. Der später als Filmregisseur berühmt gewordene Leander Haußmann ("Sonnenallee") übernahm das Haus 1995 als jüngster Theaterintendant Deutschlands.

 

Tolles Kellertheater

Im Spielplan des Schauspielhaus Bochum sollte man sich immer auch das Programm der Kellerspielstätte anschauen, die 1972 von Peter Zadek als Theater Unten unter dem Zuschauerraum eröffnete wurde.

Unter Intendant Johan Simons bilden das Theater Unten und die danebenliegende Eve Bar das Oval Office: einen frei begehbaren Raum für Kunstinstallationen. Damit folgt Simons seinem Ansatz, die Brücke vom Schauspiel zu anderen Kunstformen zu schlagen. Das Oval Office bietet vor, während und nach Vorstellungen einen Barbetrieb an.

 

Alle lieben Tana

Die Bochumer lieben ihr Theater in einer erstaunlichen Breite: von Schülern über Schichtarbeiter bis zu Uni-Professorinnen. Die Schauspielerin Tana Schanzara gehörte 50 Jahre zum Ensemble. Der Platz gegenüber dem Schauspielhaus ist ihr gewidmet. Hier sitzt die Schauspielerin als Statue auf einer Bank unter einer Zierkirsche und ist ein beliebtes Fotomotiv.

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