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Oper in einem Aufzug von Pietro Mascagni / Drama in einem Prolog und zwei Akten von Ruggero Leoncavallo
Eifersucht und Liebe sind die prägenden Motive dieses Doppelabends. In Mascagnis „Cavalleria rusticana“ kehrt Turiddu aus dem Krieg in sein Heimatdorf zurück und muss feststellen, dass Lola, die er heiraten wollte, sich dem Fuhrmann Alfio zugewandt hat. Turiddu sucht Ablenkung bei Santuzza, wodurch Lolas Interesse an ihm wieder auflodert. Aus Eifersucht offenbart Santuzza die Liebe zwischen den beiden. Der gehörnte Ehemann Alfio fordert Turiddu zum tödlichen Duell.
Tragisch endet auch Leoncavallos „I Pagliacci“. Innerhalb einer Theatertruppe entwickeln sich Spannungen. Tonio gesteht Nedda, der Frau von Canio, seine Liebe und findet durch ihre Abweisung heraus, dass Dorfbewohner Silvio ihr Liebhaber ist. Kurz vor Beginn der Theateraufführung fliegt die Affäre auf, und Canios Eifersucht lässt das Spiel sich in tödliche Realität wandeln.
Beide Kurzopern berühren durch intime Szenen, die die dörfliche Abgeschiedenheit fühlbar machen, und den großen Orchesterklang, der die Lebenshärte einer Arbeitergesellschaft in Musik fasst – eine Innovation für die italienische Oper im 19. Jahrhundert. Der neue Stil, der musikalische Verismo, ergänzte das Repertoire um Geschichten des „einfachen Volkes“. Das künstlerische Team um den in Mülheim an der Ruhr aufgewachsenen Regisseur Manuel Schmitt verortet den Abend zur Zeit des Strukturwandels im Ruhrgebiet, wo inmitten der Nachwehen des Krieges die Sorgen des Alltags auf Hoffnung und große Träume treffen. Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Besetzung
- Musikalische Leitung
- Andrea Sanguineti
- Inszenierung
- Manuel Schmitt
- Bühne
- Julius Theodor Semmelmann
- Kostüme
- Carola Volles
- Choreinstudierung
- Bernhard Schneider
- Dramaturgie
- Patricia Knebel
- Elena Wachendorf
- Regieassistenz und Abendspielleitung
- Theresa Gehring
- Turiddu
- Alejandro del Angel
- Alfio
- Almas Svilpa
- Statisterie
Werkinfo
Oper in einem Aufzug von Pietro Mascagni / Drama in einem Prolog und zwei Akten von Ruggero Leoncavallo
Libretto von Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci / Ruggero Leoncavallo