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Renato Mangolin

Alice Ripoll

Quick Info

Aus Armut entstehende Unruhe und Kriminalität finden meist fernab des Alltags von Theaterbesucher*innen statt. Im Alltag ist der Kontakt zwischen verschiedenen sozialen Gruppen, zwischen Arm und Reich, oft nur minimal, manchmal werden jene „Anderen“ geradezu unsichtbar. Die Aufrechterhaltung dieser sozialen Ordnung ist jedoch von Einschüchterung und Verdrängung begleitet. Für ›aCORdo‹ nimmt die brasilianische Choreographin Alice Ripoll die polarisierte soziale Realität von Rio de Janeiro als Ausgangspunkt: Dort werden durch unangekündigte Polizeikontrollen, die sich gezielt gegen die Bewohner*innen der Favelas (Armenviertel) richten, Menschen aus dem öffentlichen Raum verdrängt, vorgeblich, um die Mittel- und Oberschicht vor Kriminalität zu schützen.

In ›aCORdo‹ löst Alice Ripoll physische wie soziale Distanzen auf. Durch scheinbar arglose Bewegungen und subtile Interaktion drehen die vier Performer, die selbst aus den Favelas stammen, die Hierarchien zwischen Darsteller*innen und Theaterbesucher*innen um. Die Grenzen zwischen physischer Berührung und Konfrontation, Innen und Außen werden neu gesetzt. Die Zuschauer*innen werden zu aktiven Protagonist*innen eines Spiels, das gängige Rollen auflöst: Wer ist wer? Und wer stiehlt von wem?

Web
www.pact-zollverein.de/programm/acordo https://www.pact-zollverein.de/programm/acordo
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Credits

Regie: Alice Ripoll
Regieassistenz: Anita Tandeta
Mit: Tony Hewerton, Alan Ferreira, Romulo Galvão, Leandro Coala
Unterstützt von: Centro Coreogràfico da Cidade do Rio de Janeiro und Rafael Machado Fisioterapia.

Veranstaltet von PACT Zollverein für die Ruhrtriennale.

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