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Foto: Frank Vinken

Im Dickicht der Städte

Quick Info

Im Dickicht der Städte von Bertolt Brecht Regie: Jan Friedrich Ein Mann betritt eine Leihbibliothek und provoziert den Angestellten aufs Schärfste. Die Situation eskaliert und in der Folge verliert der Angestellte seinen Job. Er hat seine Herkunftsfamilie zu versorgen und ist verlobt, aber er lässt sich auf die Kampfansage ein. So beginnt der "unerklärliche Ringkampf" (Brecht) zwischen dem Holzhändler Shlink und George Garga. Die beiden begeben sich immer tiefer in einen Konflikt, der mit rationalen Schachzügen so gar nichts zu tun hat. Alles, was sie haben und was sie ausmacht, wird in die Waagschale geworfen: das über vierzig Jahre lang aufgebaute Unternehmen von Shlink, die relative finanzielle und emotionale Stabilität von Garga und seiner Familie, der Traum von Garga, endlich nach Tahiti auszuwandern. "Im Dickicht der Städte" ist das Szenario eines (selbst-)zerstörerischen und lustvollen Ausbruchs aus dem Funktionieren und aus der Isolation. In dem 1923 uraufgeführten Stück zeichnet der junge Brecht mit expressionistischen Zügen das Bild einer Großstadt und ihrer kapitalistischen wie sozialen Zwänge. "Die Menschenhaut im natürlichen Zustande ist zu dünn für diese Welt, deshalb sorgt der Mensch dafür, dass sie dicker wird", sagt Shlink - und sucht offenbar nach jemandem, der ihm die dicke Haut wieder abreibt. Jan Friedrich wird in seiner Inszenierung den Mechanismus des Kampfes zwischen Shlink und Garga beleuchten. Wenn Reibung und Konflikt auch eine Begegnungsmöglichkeit sind, vielleicht ist er dann gar nicht so unerklärlich? Woher kommt dieser Hunger nach dem Kampf? Premiere: 19.3.2021 → Großes Haus
Web
www.theater-oberhausen.de/programm/stuecke.php?SID=861 https://www.theater-oberhausen.de/programm/stuecke.php?SID=861
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Bertolt Brecht

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