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Foto: Frank Vinken

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Quick Info

Das Musiktheater im Revier ist Herzstück und gleichzeitig Spiegelbild der Kulturstadt Gelsenkirchen. Sein Spielplan reicht von Oper und Operette bis zu Musiktheater und Musical, bietet Raum für das große Ballett im Revier und die Konzerte der Neuen Philharmonie Westfalen. Vielfalt, Experimentierfreude und Qualität werden in dem außergewöhnlichen Bau ohne elitäre Haltung und für alle Altersgruppen gefeiert.

 

Die Erfindung Gelsenkirchens als Musikstadt

Das vom Architekten Werner Ruhnau entworfene Musiktheater im Revier ist von außen betrachtet wohl der augenscheinlichste Beweis dafür, dass das Wirtschaftswunder im Ruhrgebiet nicht nur triste, sondern auch zeitlos faszinierende Bauten hinterlassen hat.

Von Weitem sieht man abends im riesigen, verglasten Foyer die sich im Halbrund um den Bühnenraum ziehenden offenen Treppen leuchten, erblickt dann die deckenhohen ultramarinblauen Schwammreliefs von Yves Klein und hält das sich langsam wie in einem riesigen Guckkasten sammelnde Publikum selbst für einen Teil der Inszenierung. Über die vorgelagerte, mittige Kassenhalle, entlang der offenen Garderoben bis in das Große Haus verläuft der Übergang von außen nach innen fließend. Wenn sich dort schließlich nach dem Verklingen des Stimmgewirrs der Instrumente im Orchestergraben der Vorhang hebt, ist man schnell davon überzeugt, dass auch der kulturelle Aufbruch der 1950er-Jahre an diesem Ort bis heute trägt.

 

Von Oper und Operette zu Musiktheater und Musical

Der größte Erfolg der kühnen Gründung des Musiktheater im Revier ist dabei wohl, dass es heute vollkommen selbstverständlich scheint: Es hat Gelsenkirchen verändert. Generationsübergreifend scheint die halbe Stadt auf irgendeine Weise mit dem Haus verbunden zu sein, hat ein Abo, singt selbst im Extrachor, ist Statist, tanzt bei der jährlichen MOVE-Produktion oder besucht mit der Schulklasse gerade Proben.

Dabei findet hier nicht nur wichtige Basisarbeit statt: Das Programm unter Generalintendant Michael Schulz beinhaltet in allen Sparten auch immer Uraufführungen, Abseitiges und besonders Ambitioniertes: Über das Ruhrgebiet hinaus wurde zum Beispiel sein Benjamin-Britten-Zyklus beachtet. Auch der Spagat zwischen Publikumsorientierung und Anspruch gelingt mühelos: Aktuell mit Leonard Bernsteins "Mass" in einer Choreografie von Richard Siegal (Premiere 2018) und der Steampunk-Oper "Klein Zaches, genannt Zinnober" (Uraufführung 2015) sowie ganz klassisch und vom Publikum umjubelt: Giuseppe Verdis "Nabucco".

 

Und dann noch: Ballett- und Konzerthaus

Neben dem Opern- und Musiktheaterensemble zeichnet sich das Musiktheater im Revier vor allem auch durch sein Ballettensemble aus.

Die Neue Philharmonie Westfalen ist unter dem Generalmusikdirektor und gebürtigen Gelsenkirchener Rasmus Baumann nicht nur präzise aufspielender Klangkörper für alle Bühnenwerke, sondern steht an seiner schönsten Heimspielstätte mit Symphoniekonzerten auch regelmäßig im Großen Haus selbst im Rampenlicht.

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