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Foto: Frank Vinken

Ringlokschuppen Ruhr

Quick Info

Der Ringlokschuppen Ruhr ist eines der deutschlandweit renommiertesten Koproduktionshäuser für Theater, Performance und Tanz der sogenannten Freien Szene. Künstlerische Vielstimmigkeit, Internationalität und Experimentierfreude sind in Mülheim Programm und locken ein enthusiastisches Publikum aus dem gesamten Ruhrgebiet in das im Halbrund gebaute Industriedenkmal mit seinen flexiblen Bühnenräumen.

 

Ein Labor für neue Ausdrucksformen

Das, was hier von unterschiedlichen Gruppen wie "andcompany&Co.", "Monster Truck" oder "vorschlag:hammer" erst probiert wird und dann schließlich Premiere feiert, geht häufig hohe künstlerische Risiken ein: Statt Guckkastenbühne gibt es hier hörfunkgesteuerte Stadtexpeditionen, und statt auf Klassiker ist man auf Noch-nie-Gesehenes abonniert. Erwartungshaltungen kann man da als Premierengast getrost zu Hause lassen. Immer wieder ungewohnter, aber am Ende reizvoller Kniff von hier entstehenden Produktionen ist es häufig, das Publikum aus der passiven Zuschauerrolle zu holen.

Das kleine Team des Ringlokschuppen Ruhr um den künstlerischen Leiter Matthias Frense bestellt dafür engagiert und fast unsichtbar den professionellen Rahmen, in dem die überbordende Spielfreude mit neuen Ausdrucksformen gedeihen kann. Die Vielfalt der Freien Szene reicht vom bildstark erzählenden Tanztheater der Cooperativa Maura Morales bis zum Mitmach-Jump'n'Run des Performance-Kollektivs Anna Kpok.

Am Ringlokschuppen kann man Zeuge der ersten Aufführungen von Produktionen werden, die später auch auf Kampnagel in Hamburg, am Berliner HAU oder auf internationalen Festivals für Diskussionsstoff sorgen und oft noch über Jahre international auf Tour sind.

 

Lieblingsspielstätte für Stammgäste und Festivals für Kenner

Aus diesen theateravantgardistischen Kreisen erweitern in Mülheim wiederum auch gefeierte Stammgäste wie Rimini Protokoll oder René Pollesch das Programm und das Theaterbewusstsein des Publikums, zum Beispiel im Rahmen des "Impulse Theater Festival".

Allgemein spielt das Prinzip Festival eine große Rolle in der Programmgestaltung des Ringlokschuppen: Das wunderkammerartige "Shiny Toys" für audiovisuelle Experimente im Winter oder das "Cheers for Fears" als Austauschforum für Studierende der szenischen Künste im Frühjahr ziehen neue Publikumsgruppen in das Haus. Das Industriedenkmal Ringlokschuppen verwandelt sich dabei in ein ideales Festivalzentrum.

 

Ganz weit draussen im Diskurs, aber ganz nah bei der Stadt

Gleichzeitig schafft es der Ringlokschuppen Ruhr wie kein vergleichbares Haus, sich mit Mitteln der Kunst in die Entwicklung seiner Stadt einzumischen: Vom umstrittenen Finger-in-die-Wunden-Legen des Stadtfestivals "Schlimmcity" über die provokante Ausstellung von ungewöhnlichen Menschen in der Fußgängerzone durch Dries Verhoeven bis zur Gründung einer "Silent University" für geflohene Akademiker setzt der Ringlokschuppen immer wieder Impulse für Debatten, die über das Künstlerische hinaus weit in das Politische hineinreichen.

Aber auch als Spielstätte des "Stücke"-Festivals, mit Kabarett- und Konzertabenden, mit Literaturveranstaltungen von Autorenlesungen bis Poetry Slams und als Heimspielstätte des Mülheimer Figurentheater Wodo Puppenspiel.

 

Total zentral und trotzdem im Grünen

Nur zwei U-Bahn-Stationen vom Mülheimer Hauptbahnhof entfernt und direkt am Radschnellweg RS1 liegt der Ringlokschuppen Ruhr idyllisch im gut gepflegten Park der Landesgartenschau 1992. Vor der Vorstellung kann man in Laufweite die größte begehbare Camera Obscura der Welt besichtigen und einen Blick auf das Schloss Broich, auf das nahe Ruhrufer – oder in die Karte der Theaterbar werfen.

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