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In ›Adorno‹, portugiesisch für »Schmuck«, »Verzierung« oder »Dekoration«, stellt Alice Ripoll dem Zeitalter der Algorithmen das zutiefst Menschliche gegenüber: ornamentale Gesten, wechselhafte Launen und spontane Gelüste – eben jene scheinbar trivialen Ausschmückungen, mit denen jede*r das Leben auf eigene Weise zeichnet.Auf der Suche nach Verbindung in der Unterschiedlichkeit geht die Choreographin der Frage nach, wie sich ein »Wir« denken lässt, wenn unter acht Milliarden Menschen keine zwei identisch sind. Das Publikum wird von einer ungestümen Gruppe getragen, die sich wie der Lauf der Geschichte selbst in Wellen vor- und rückwärts bewegt. Die Szenen entfalten sich in einer traumartigen Atmosphäre und konfrontieren uns mit dem, was wir als einzigartig empfinden: unsere Erinnerungen, unsere Körper, unsere Zuneigungen – unsere inneren Gezeiten.