Feierliche Eröffnung 2026

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Eröffnungsrede von Ursula KrechelIm vergangenen Jahr wurde sie für ihr umfangreiches Werk mit dem Georg-Büchner-Preis, dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis, ausgezeichnet: die Schriftstellerin Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier. Ihr Debüt erschien bereits vor über fünfzig Jahren. Inzwischen hat sie über 30 Bücher veröffentlicht. Mit Ursula Krechel, so die Begründung der Jury, wird eine Autorin ausgezeichnet, „die in ihren Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen, Romanen und Essays den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt“.Einer großen Leser*innenschaft wurde sie mit ihrer aus umfangreichen Recherchen hervorgegangenen Roman-Trilogie bekannt: „Shanghai fern von wo“ (2008), „Landgericht“ (2012, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis), und „Geisterbahn“ (2018). In diesen drei Büchern erzählt sie in großer formaler und historischer Dichte von der Vertreibung und Verfolgung der Juden und Sinti und von ihrer Rückkehr in ein Deutschland, in dem das Exil in Erfahrungen von Fremdheit und Nicht-Zugehörigkeit mündet. Zuletzt erschien der hochgelobte Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“: radikal gegenwärtige Literatur über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern, die von existenziell gefährdeten Frauen und von politischer Gewalt erzählt. Und ihr vielbeachteter Essay „Vom Herzasthma des Exils“ über die entscheidenden Kennzeichen unserer atemlosen Gegenwart: Flucht, Migration und Exil. Eine politische Kulturgeschichte, die unweigerlich die Widersprüche unserer Zeit aufdeckt.„Ursula Krechels Werk“, so die Begründung der Georg-BüchnerPreis-Jury, „regt Leserinnen und Leser an, die Spuren der Vergangenheit im Alltag der Gegenwart aufzufinden und das Hier und Jetzt der deutschen Gesellschaft nicht hinzunehmen, wie es ist.“ In diesem Jahr hält Ursula Krechel – nach Judith Schalansky, Clemens Meyer, Enis Maci, Sharon Dodua Otoo, Anne Weber, Esther Kinsky und Cécile Wajsbrot – die Eröffnungsrede der Ruhrfestspiele.im Anschluss:HUANG YI & KUKAKonzept und Choreografie: Huang YiHuang Yi Studio+Der taiwanesische Tänzer, Choreograf und Erfinder Huang Yi lädt einen Industrieroboter zum Tanz. Was zunächst wie ein Experiment anmutet, entfaltet sich zu einem Meilenstein der Verbindung von Tanz und Robotik, von Theater und neuer Technologie. Huang Yi hat mehr als ein Jahrzehnt an dieser Arbeit geforscht: Über tausende Stunden programmierte er den industriellen Roboterarm KUKA, bis Bewegungsqualität, Präzision und Reaktionsgeschwindigkeit so fein aufeinander abgestimmt waren, dass ein poetischer Dialog zwischen Mensch und Maschine möglich wurde.

Dauer
2 Stunden 10 Minuten
Webseite
www.ruhrfestspiele.de/programm/2026/feierliche-eroeffnung-2026
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