© Dirk Rose

Hidden Futures – Prediction and Promise

Quick Info

Welche Zukünfte sind möglich, welche wahrscheinlich und welche wünschenswert? Ob Orakel von Delphi oder Schmetterlingseffekt – seit jeher beschäftigen sich Menschen mit der Frage, inwiefern die Zukunft vorhersehbar und gestaltbar ist.Die zweite Ausgabe von ›Hidden Futures‹, entwickelt und organisiert gemeinsam mit dem Käte Hamburger Kolleg: Cultures of Research (c:o/re) der RWTH Aachen, richtet den Blick auf die Logiken von Vorhersage und Versprechen. Zukunft erscheint heute nicht nur als Hoffnung oder Projektionsfläche, sondern auch als etwas, das berechnet, modelliert und verwaltet wird. In datenbasierten Systemen, politischen Programmen und gesellschaftlichen Erzählungen wird fortwährend entworfen, was kommen soll – und damit auch, was in der Gegenwart schon als wahrscheinlich, wünschenswert oder möglich gilt.An zwei Tagen fragen wir uns unter dem Titel ›Prediction and Promise‹, wie Zukunftsbilder heute entstehen. Im Mittelpunkt stehen die Spannungen zwischen Prognose und Imagination, zwischen technischer Steuerung und offenem Möglichkeitsraum sowie zwischen dem, was sichtbar gemacht wird, und dem, was unsichtbar bleibt.Am 8. Mai unternehmen wir eine gemeinsame Bustour ins Rheinische Revier: Wo sich heute noch die gewaltige Grube des Tagebaus Hambach zeigt, soll in den kommenden Jahrzehnten eine neue Seenlandschaft entstehen – ökologisch, wirtschaftlich und touristisch aufgeladen. In Elsdorf, Manheim und Bürgewald begegnen wir Menschen, u. a. der Künstlerin Silke Schatz und der Landschafts- und Freiraumplanerin Daniela Karow-Kluge, die den Strukturwandel planen, begleiten oder befragen.Am zweiten Tag von ›Hidden Futures‹ treten bei PACT Künstler*innen und Forscher*innen in einen Dialog, um unterschiedliche Wissensformen und Praxen jenseits der Versprechen technologischer Entwicklungen zu verhandeln. Zukunft wird dabei als eine Gegenwart erfasst, die von Vorhersagesystemen geprägt ist und schon jetzt Wirklichkeit ordnet und mit hervorbringt. Mit dabei sind Choy Ka Fai, Ren Loren Britton, Nonhuman Nonsense, Nelly Y. Pinkrah, Yi Gu, Tomas Percival, Sarah Ciston und Chelsea Haramia.

Webseite
pact-zollverein.de/kalender/hidden-futures-2026
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