Quick Info
Zum Auftakt des Sommerfestivals ›Shifting Grounds – IN COMMON‹ führt ein performativer Rundgang über die Halde. Die Arbeiten nähern sich der Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven: durch Tanz, Stimme, Klang und choreographische Setzungen, die Körper und Umgebung unmittelbar miteinander verbinden.Mit Anna Ehlert, Referentin für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement der Stiftung Zollverein, öffnet sich der Blick auf die Halde als lebendigen Landschaftskörper. Bei Getränken führt sie in die Industrienatur des Ortes ein – in karge Böden, wilde Vegetation, überraschende Lebensräume und das besondere Zusammenspiel von Bergbaugeschichte und Biodiversität. In ›La notte è il mio giorno preferito‹ nähert sich Annamaria Ajmone der Figur des ›Anderen‹. Aus der Atmosphäre eines nächtlichen Waldes heraus entfaltet sich eine Choreographie, die spekulative Verwandtschaften zwischen Körpern, Tieren, Pflanzen und Stoffen erkundet.In dem Solo ›untitled‹ untersucht caner teker, wie sich Widerstand, Verletzbarkeit und Beharrlichkeit physisch artikulieren. Auf der Halde wird der Körper zu einem politischen Terrain.Alma Söderberg zeigt eine für drei Performer*innen adaptierte Version von ›Infinétude‹ als sinnlich-rhythmische Reise über die Halde. Inspiriert von der Intensität des Flamenco entsteht zwischen Konzert und Tanzperformance eine vielschichtige Komposition, in der Bewegung, Stimme und Denken einander bedingen und Emotionen körperlich werden.Der Rundgang endet mit einer Soundperformance von Jan St. Werner und Madison Greenstone in einer halluzinogenen, trugbildartigen Klanglandschaft, die die akustischen Eigenschaften von Ulrich Rückriems Steinskulptur ›Castell‹ aufnimmt und den Ort selbst zum Resonanzraum werden lässt.
Anmerkungen
Im Rahmen von ›Shifting Grounds – IN COMMON‹